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Efeu ist kein Baumkiller

(WS – 26.07.2022) Aus gegebenen Anlass weisen wir hier auf folgenden Irrglauben, bezüglich Efeu an Bäumen, hin.
In Walchum ist folgendes passiert: In dem kleinen Baumstreifen zwischen Birkengrund und Tannensand wurden die kräftigen Efeuranken an zwei alten Kieferbäumen durchtrennt (siehe Fotos). Ab der Trennstelle vertrocknet jetzt der Efeu und damit geht seine wertvolle ökologische Funktion verloren.
Der folgende Text ist von der Homepage der NABU: hier der Link: https://www.nabu-aachen.de/efeu-nicht-von-baeumen-entfernen/
Es ist eine weit verbreitete Furcht, der Efeu könne den Baum schädigen oder gar abtöten. Diese Sorgen sind jedoch unbegründet. Ganz im Gegenteil, es profitieren nicht nur die Bäume, sondern auch zahlreiche Tierarten von dem ökologisch hochwertigen Efeubewuchs. So bietet das Blattwerk im Frühjahr einen Unterschlupf für Insekten sowie Brutmöglichkeiten für Vögel wie etwa Amseln, Zaunkönige, Sommergoldhähnchen oder den Zilpzalp.

Im Herbst kommt dem Efeu als Nahrungsquelle für Insekten eine hohe Bedeutung zu, denn er blüht von September bis spät in den Herbst hinein, wenn die meisten anderen Pflanzen verblüht sind und keinen nährreichen Nektar mehr bieten. Zu den zahlreichen Besuchern der Efeublüten in dieser Zeit gehören Schwebfliegen, Marienkäfer, Schmetterlinge wie der Admiral, Ameisen, Bienen, Faltenwespen, Solitärwespen oder Feuerwanzen.

Allerdings: erst wenn der Efeu rund 20 Jahre alt geworden ist und nicht zu stark beschnitten wurde, bildet er Blüten aus. Im Winter sind dann die Beeren ein beliebtes Nahrungsangebot für Vögel wie bspw. Amseln, Drosseln oder Stare.
Efeu ist kein Schmarotzer: Viele Mythen ranken sich um den Efeu. Doch entgegen dem weitverbreiteten Glauben ist die Kletterpflanze kein Schmarotzer, sie entzieht den Bäumen weder Nährstoffe noch Wasser und sondert auch keine schädigenden Substanzen ab. Efeu braucht lediglich eine Stütze, um in die Höhe zu wachsen. Tatsächlich kann das üppige Wachstum des Efeus für kleine oder schwache Bäume ein Problem werden, wenn er sie überwuchert und ausdunkelt. Doch für ausgewachsene Bäume besteht keine Gefahr des Einbrechens und die Efeupflanze hat sogar eine positive Wirkung. So schützt ihr dichtes Blattwerk den Baum im Sommer vor direkter Sonneneinstrahlung und Verdunstung sowie im Winter vor Frost.
Dass der Efeu in den Baum einwachsen, ihn ersticken oder erwürgen könne, ist ebenfalls ein Irrtum. Genaue Beobachter werden feststellen, dass kein Einwachsen zu erkennen ist. Genauso gibt es keine Konkurrenz um Licht, da Efeu im Bereich der sogenannten Schattenkrone wächst, welche nur ein Drittel der Photosynthese Leistung des Baums ausmacht.

Fotos: A.T.