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Ehrenamtsträger

(pg-16.11.13) Aus der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) vom 15.11.2013

 

zo Sögel. „Eine Frage der Ehre“ – unter diesem Motto führt der Deutsche Fußballbund (DFB) bereits seit 1997 in Kooperation mit seinen Landesverbänden sowohl Werbung als auch Ehrungen für Ehrenamtsträger an der Basis durch.

Der Kreisfußballverband Emsland ehrte jetzt im Haus des Sports in Sögel insgesamt 13 Ehrenamtsträger aus dem gesamten Kreis. Als Ehrenamtssieger wurde Richard Knurr von der SG Walchum-Hasselbrock mit einem Niedersachsenross ausgezeichnet.

Hubert Börger, KFV-Vorsitzender, hieß zahlreiche Ehrengäste, aber ganz besonders die Ehrenamtsträger Klaus Schröder (SV Heidekraut Andervenne), Manfred Hüer (SC Baccum), Karl-Heinz Pleus (SV Eintracht Berßen), Franz Englisch (SV Eintracht Brual), Martin Krone (BV Clusorth-Bramhar, Dieter Middendorf (SV Dalum), Oliver Pirsig (SV Groß Hesepe), Thomas Gerdes (SV Blau-Weiß Lorup), Michael Rose (BW Papenburg), Hermann Schulte (DJK Eintracht Papenburg), Manfred Herbers (FC 27 Schapen), Andre Rolfes (SV Stavern) und den später zum Gesamtsieger ernannten Richard Knurr willkommen. Börger rief die emsländischen Fußballvereine zu „mehr Meldungen von Ehrenamtlern in ihren Reihen“ auf. Scham vor einer Meldung sei hier am falschen Platz.

Landrat Reinhard Winter zitierte sinngemäß in seiner Festansprache den 1960 verstorbenen französischen Philosophen und Schriftsteller Albert Camus, der gesagt habe: „Alles, was ich von Ethik und Verantwortung weiß, habe ich beim Fußball gelernt.“ Camus hat selbst aktiv als Torhüter auf dem Spielfeld gestanden. Im übertragenen Sinne habe Camus damit wohl ausgedrückt, dass Fußball nicht nur Leistung, Rekorde und Medaillen meine, sondern Sport insgesamt heiße auch Zwischenmenschlichkeit, Teamgeist und Fairness. Und hier setze der Kreisfußballverband an, der Ehrenamtliche mit „Verdienste um den emsländischen Fußball im sportlichen als auch im zwischenmenschlichen Bereich“ auszeichne. Froh war der Landrat, dass es im Emsland trotz des demografischen Wandels noch viele Sporttreibende gebe. „Wir müssen aber aufpassen, dass wir Ehrenamtliche in jungen Jahren an den Sport heranziehen, sonst sind sie für uns verloren. Nur wenn der Sport lebt, ist die Politik bereit in die Infrastruktur des Sports zu investieren“, mahnte Winter.

„Ohne das Ehrenamt wird an vielen Stellen unserer Gesellschaft das Licht ausgehen und das System zusammenbrechen. Die Gesellschaft ist auf das Ehrenamt angewiesen“, dankte NFV-Vizepräsident Ferdinand Dunker allen Ehrenamtsträgern für ihren Einsatz und rief sie zu weiterem Bemühen in ihren Positionen auf. „Ohne das Ehrenamt würde der Ball in den Bezirken nicht rollen.“

Michael Koop als Präsident des Kreissportbundes wusste von über 10000 Ehrenamtlichen in den emsländischen Fußballvereinen zu berichten. „Der organisierte Sport stellt nach wie vor den quantitativ bedeutsamsten Träger freiwilligen Engagements im Emsland dar“, galt Koops besonderer Dank auch den Partnern der geehrten Ehrenamtsträger.

„Heute wird Ihre Leistung transparent gemacht. Sie sorgen dafür, dass es im Verein funktioniert“, schloss sich Hermann Wilkens, Ehrenamtsbeauftragter des NFV-Kreis Emsland den Lobeshymnen gern an und ehrte gemeinsam mit Winter und Börger jeden Ehrenamtsträger 2013 mit einer DFB-Uhr, einer Urkunde und Blumen für den Lebenspartner. Zur Ehrung des Ehrenamtssiegers Richard Knurr mit dem Niedersachsenross gesellte sich auch der Vorsitzende des emsländischen Kreistages, Hermann Schweers.

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Der emsländische Ehrenamtssieger heißt Richard Knurr (3. v. l.). Walchums Bürgermeister Hermann Schweers (r.) und Wilhelm Titze, Vorsitzender der SG Walchum-Hasselbrock sowie Knurrs Ehefrau Hildegard freuten sich mit. Foto: zo